Was ist Demenz?

Als Demenz  bezeichnet  man  eine  Gruppe  von Erkrankungen,  die  durch einen fortschreitenden Verlust geistiger  Fähigkeiten gekennzeichnet  sind. Wichtigster  Risikofaktor ist  das  Alter:  nur 1.2% der 65- bis 69-Jährigen, aber  jeder  Dritte  der  über 90-Jährigen ist an  einer  Demenz  erkrankt. Dennoch ist Demenz kein normaler Alterungsprozess. 

In aller Regel ist früh im Verlauf das Gedächtnis betroffen, wobei Merkfähigkeit und Kurzzeitgedächtnis zuerst beeinträchtigt sind. Nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) treten   bei  einer Demenz auch zunehmende Störungen von Denken, Orientierung, Auffassung, Rechnen, Lernfähigkeit, Sprache und Urteilsvermögen auf. 

Erkennbar wird dies durch intellektuelle Fehlleistungen. Im Verlauf betroffen sind aber auch nicht-kognitive Fähigkeiten wie z.B. das Gehen, so dass  Stürze  auftreten können. Mit fortschreitender Erkrankung verlieren Betroffene die Fähigkeit, für sich selbst zu sorgen und werden pflegebedürftig. Erschwerend wirken sich häufig psychische Beschwerden, Veränderungen der Persönlichkeit und Verhaltensstörungen aus.